Industrie Insektenmast: Ein Blick hinter die Kulissen einer automatisierten Zuchtanlage für Schwarze Soldatenfliegen

Insektenmast Werk in Deutschland, LIVIN farms Kundenstandort.

Wie funktioniert die industrielle Insektenmast in der Praxis ab? Und was braucht es, um jährlich rund 1.000 Tonnen frische Larven der Schwarzen Soldatenfliege zu produzieren?

Bei dieser Werksbesichtigung werfen wir einen genaueren Blick auf eine automatisierte Zuchtanlage für Schwarze Soldatenfliegen (BSF) in Deutschland. Die Anlage kombiniert robotergestützte Handhabung tray , automatisierte Fütterung und Dosierung, Transport per fahrerlosen Transportfahrzeugen (AGV) sowie kontrollierte Zuchtbedingungen, um frische BSF-Larven im industriellen Maßstab zu produzieren.

Ab Lieferung von Seedlings™ (1 Tag alte BSF-Larven) bis zur endgültigen Trennung der Larven ist jede Phase in einen kontinuierlichen Produktionsprozess integriert, der auf eine effiziente und skalierbare industrielle Insektenzucht ausgelegt ist.

Der Einstieg mit Black Soldier Fly Seedlings™

Der Produktionsprozess beginnt mit Seedlings™.

LIVIN farms liefert die Seedlings™ direkt an die Produktionsstätte und sorgt so für eine einheitliche Ausgangsbasis für den Aufzuchtprozess. Das bedeutet, dass die Kunden den BSF- nachzucht -Prozess nicht selbst verwalten müssen und gleichzeitig von einer zuverlässigen und kontrollierten Versorgung mit jungen Larven profitieren.

Das erforderliche Futter wird ebenfalls bereitgestellt, entweder als Standard -BSF-Futter von LIVIN farms oder als maßgeschneiderte Futterrezeptur, die auf der Grundlage einer biologischen Machbarkeitsstudie entwickelt wurde.

Automatische Zuführung und Dosierung

Die erste Phase findet im Roboterbereich der Anlage „ Insektenmast “ statt.

Hier wird das Futter automatisch gemischt, um ein homogenes Substrat zu erzeugen. Das aufbereitete Futter wird anschließend präzise in den Aufzucht trays dosiert.

Dies wird vom automatisierten Tray Handhabungssystemübernommen, das den „ trays “ durch die verschiedenen Produktionsstufen bewegt und positioniert.

Sobald das Futter dosiert wurde, werden die Seedlings™ über ein automatisches Dosiersystem in den „ trays “ gegeben. In jeden „ tray “ wird eine Packung Seedlings™ präzise dosiert, wodurch einheitliche Startbedingungen für die Larven geschaffen werden.

Die „ trays “ sind nun bereit für die erste Wachstumsphase.

Voraufzucht: Die Wachstumsphase

Nach der Dosierung werden die „ trays “ mithilfe von fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) vom Roboterbereich in den Vorzuchtbereich befördert.

Hier wachsen die jungen BSF-Larven etwa 5 Tage lang unter kontrollierten Bedingungen.

Während der Vorzucht entwickeln sich die Larven und wachsen an Größe, bevor sie in die Hauptzuchtphase übergehen. Das automatisierte Transportsystem befördert die „ trays “ zwischen den verschiedenen Produktionsbereichen, ohne dass eine manuelle Handhabung erforderlich ist tray .

Diese Kombination aus kontrollierten Bedingungen und automatisierter Logistik ist ein wichtiger Bestandteil eines effizienten industriellen „ Insektenmast “-Systems.

Aufzucht: Züchtung von BSF-Larven im industriellen Maßstab

Nach der fünftägigen Vorzuchtphase kehren die „ trays “ in den Roboterbereich zurück.

In diesem Stadium haben sich die Larven weiterentwickelt und treten in die nächste Fütterungsphase ein. Das Futter wird an ihren gestiegenen Nährstoffbedarf angepasst und automatisch in den „ trays “ dosiert, bevor sie weiterwachsen.

Die „ trays “ werden anschließend zurück in den Aufzuchtbereich transportiert, wo die Larven weiterwachsen.

Der gesamte Produktionszyklus dauert etwa 11 Tage, von den Seedlings™ bis zu den fertigen Larven. Während dieser Zeit werden Fütterung, tray Handhabung und interner Transport als Teil des automatisierten BSF-Zuchtsystems koordiniert.

Automatische Trennung von BSF-Larven

Sobald die Larven die erforderliche Größe erreicht haben, kehren die „ trays “ für die abschließende Bearbeitungsphase in den Roboterbereich zurück.

Von dort aus werden die „ trays “ in das Trennsystem befördert. Die BSF-Larven werden vom restlichen Material getrennt, womit der Aufzuchtprozess abgeschlossen ist.

Die abgetrennten Larven können dann ihrem jeweiligen Verwendungszweck zugeführt werden.

Frische BSF-Larven als Tierfutter

Nicht jede Anlage zur industriellen Insektenmast produziert Insektenproteinpulver oder Insektenöl.

In dieser speziellen Kundenanlage in Deutschland sind die fertigen Produkte frische, lebende BSF-Larven, die direkt als Futter für Ferkel verwendet werden.

Dies ist eine der Anwendungsmöglichkeiten von „ Schwarze-Soldatenfliegen-Mast “: die Produktion frischer Larven zur direkten Verwendung in der Tierfütterung. Untersuchungen haben gezeigt, dass Schweine großes Interesse an lebenden BSF-Larven zeigen, die sowohl als nahrhafte Futterquelle als auch als essbare Umweltanreicherung dienen können.

Je nach Anlage und Produktionskonfiguration können BSF-Larven auch zu Produkten wie Insektenprotein und Insektenöl weiterverarbeitet werden, während das restliche Material als Dünger verwendet werden kann.

Von Seedlings™ zur industriellen BSF-Produktion

Vom ein Tag alten Seedlings™ bis zur erntereifen BSF-Larve dauert der Produktionszyklus etwa 11 Tage.

Der Prozess veranschaulicht, wie industrielle „ Insektenmast “-Technologie die biologische Produktion mit Automatisierung verbinden kann: Das Futter wird automatisch aufbereitet und dosiert, die Larven werden präzise verteilt, die „ trays “ werden von fahrerlosen Transportfahrzeugen (AGVs) transportiert, und am Ende des Zyklus werden die Larven aussortiert.

Für LIVIN farms bildet dies die Grundlage für eine skalierbare industrielle BSF-Zucht: modulare, automatisierte Systeme, die sich an unterschiedliche Produktionskapazitäten, Ausgangsstoffe und Endprodukte anpassen lassen.

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Schwarze-Soldatenfliegen-Mast Erklärt: Von der Biologie zur industriellen Produktion